Martina Münch
Das Miteinander zählt!

Gemeinsamen Gedenken und Erinnern am 09. November 2017

Martina Münch hat heute an der Gedenkveranstaltung zum 79. Jahrestag der Reichspogromnacht in Cottbus teilgenommen, der Opfer gedacht und an die Pflicht zur Erinnerung gemahnt. "Die Novemberpogrome im Jahr 1938 waren eine Zäsur:

Sie markierten nach der vorangegangenen schrittweisen Entrechtung von Juden in Deutschland den Beginn der systematischen Verfolgung und des kurz darauf begonnenen, staatlich verordneten Massenmords. Viel zu viele haben damals dabei zugesehen, nicht wenige sind zu Mittätern nationalsozialistischer Willkür und Grausamkeit geworden. Die Erinnerung an das damals geschehene Leid, das Unrecht und die Verbrechen muss wachgehalten werden - diese Pflicht zur Erinnerung ist heute, da sich Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus wieder ausbreiten, wichtiger denn je. Der 9. November erinnert uns jedes Jahr erneut daran, dass wir niemals aufhören dürfen, für Freiheit, Rechts­staatlichkeit, ein friedliches Miteinander und den Schutz von Minderheiten einzutreten - für ein Leben ohne religiösen Hass, ohne nationalen Hochmut und ohne politische Verblendung."

Hintergrund zu den Novemberpogromen: In der Nacht vom 09. auf den 10. November 1938 organisierten SA- und SS-Trupps gewalttätige Übergriffe auf die jüdische Bevölkerung. Mehrere hundert Synagogen wurden in Brand gesetzt, mindestens 8.000 jüdische Geschäfte zerstört sowie zahllose Wohnungen verwüstet. Die Pogromnacht forderte rund 400 Todesopfer. Insgesamt 30.000 Juden wurden in dieser Nacht und den folgenden Tagen verhaftet und in Konzentrationslager verschleppt. Die antisemitischen Ausschreitungen waren von der NS-Führung organisiert, die die Diskriminierung und Verfolgung jüdischer Bürgerinnen und Bürger seit der "Machtergreifung" Hitlers im Jahr 1933 systematisch vorangetrieben hatte. Die Pogrome markierten den Übergang von der Diskriminierung der deutschen Juden seit 1933 zur systematischen Verfolgung, die wenige Jahre später in die Shoa, die Vernichtung der europäischen Juden, mündete. Sie markierten nach der vorangegangenen schrittweisen Entrechtung von Juden in Deutschland den Beginn der systematischen Verfolgung und des kurz darauf begonnenen, staatlich verordneten Massenmords. Viel zu viele haben damals dabei zugesehen, nicht wenige sind zu Mittätern nationalsozialistischer Willkür und Grausamkeit geworden. Die Erinnerung an das damals geschehene Leid, das Unrecht und die Verbrechen muss wachgehalten werden - diese Pflicht zur Erinnerung ist heute, da sich Fremdenfeindlichkeit und Antisemitismus wieder ausbreiten, wichtiger denn je. Der 9. November erinnert uns jedes Jahr erneut daran, dass wir niemals aufhören dürfen, für Freiheit, Rechts­staatlichkeit, ein friedliches Miteinander und den Schutz von Minderheiten einzutreten - für ein Leben ohne religiösen Hass, ohne nationalen Hochmut und ohne politische Verblendung." Hintergrund zu den Novemberpogromen: In der Nacht vom 09. auf den 10. November 1938 organisierten SA- und SS-Trupps gewalttätige Übergriffe auf die jüdische Bevölkerung. Mehrere hundert Synagogen wurden in Brand gesetzt, mindestens 8.000 jüdische Geschäfte zerstört sowie zahllose Wohnungen verwüstet. Die Pogromnacht forderte rund 400 Todesopfer. Insgesamt 30.000 Juden wurden in dieser Nacht und den folgenden Tagen verhaftet und in Konzentrationslager verschleppt. Die antisemitischen Ausschreitungen waren von der NS-Führung organisiert, die die Diskriminierung und Verfolgung jüdischer Bürgerinnen und Bürger seit der "Machtergreifung" Hitlers im Jahr 1933 systematisch vorangetrieben hatte. Die Pogrome markierten den Übergang von der Diskriminierung der deutschen Juden seit 1933 zur systematischen Verfolgung, die wenige Jahre später in die Shoa, die Vernichtung der europäischen Juden, mündete.